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Häufig gestellte Fragen [FAQs]


[1] Gibt es falsche Positiv - Indikationen mit E.L.I.T.E.™ EL 100?
-a- Für Hersteller von Test- und Analyseausstattungen ist es unmöglich, eine Fehlerrate von „Null“ zu garantieren. Während der Entwicklung von EL 100 wurde großes Augenmerk auf die Rate falscher Positiv - Indikationen gelegt. Insbesondere wurde zum Vergleich der aktuelle Maßstab der Partikeldetektion, die Ionen- Mobilitäts- Spektroskopie [IMS], herangezogen. IMS ist eine gerätebasierte Detektions-technologie, die von einigen bekannten Herstellern verwendet wird und an vielen Flughäfen (stationär)sowie im militärischen bereich (mobil) zum Einsatz kommt.
EL 100 wurde mit einer Liste von Substanzen getestet, die erfahrungsgemäß bei der IMS - Technologie zu Fehlalarmen führen. Keiner dieser Tests erzeugte bei EL 100 eine falsche Positiv- Indikation.



 

[2] Wie verhält sich EL 100 in der Praxis im direkten Vergleich zu IMS - Geräten?
-a- Kostenvergleich
Beim Kostenvergleich ist zuerst die hohe Anfangsinvestition für IMS - Geräte zu berücksichtigen, die eine weite Verbreitung bzw. den flächendeckenden Einsatz verhindert.
Hinzu kommen bei IMS - Geräten außerdem noch Verbrauchsgüter, die regelmäßig nachbeschafft werden müssen. Hierzu zählen Trocknerkartuschen und Probennehmer (Swaps). Abschließend sei noch erwähnt, dass IMS - Geräte eine Stromversorgung benötigen.
Da die IMS - Geräte regelmäßig kalibriert werden müssen und auch ausfallen können (z.B. bei Verschmutzung mit zu großen Testmengen an Sprengstoff bis zu 24 Stunden), sind Ersatzgeräte vorzuhalten, die die Redundanz sicherstellen.

-b- Sensitivität
Es ist richtig, dass die theoretisch zu erzielende Sensitivität von IMS höher ist als diejenige von EL 100. Jedoch steigt bei IMS - Geräten, die in dieser höchsten Empfindlichkeitsstufe betrieben werden, die Fehlerrate stark an.
Die Empfindlichkeit von EL 100 ist nicht einstellbar, sondern gleich bleibend hoch. Jedoch hat EL 100 bei dieser hohen Sensitivität nicht die Fehlerrate eines IMS - Gerätes.

-c- Probennahme
Bezüglich der Probennahme und Auswertung handelt es sich bei EL 100 um einen einstufigen Prozess. Die Probe wird genommen und mit dem gleichen Probenträger sofort ausgewertet. Dadurch entsteht das geringstmögliche Maß an Verlusten.
Der Probennahmeprozess bei IMS - Geräten ist hingegen zweistufig. Erst wird die Probe am Objekt abgenommen (Stufe 1), dann wird der Probenträger in das Gerät eingesetzt und erhitzt, um die Partikel zu lösen, bzw. in den gasförmigen Zustand zu versetzen und anschließend zu ionisieren (Stufe 2). Beide Prozesse haben ihre eigene Effizienz.
Während die Probennahme bei beiden Verfahren noch mit einer vergleichbaren Effizienz und den damit verbundenen Verlusten angenommen werden kann, addieren sich im Fall der IMS die Effizienz der zweiten Stufe mit ihren zusätzlichen Verlusten hinzu. Dieses zusätzliche Defizit in der Empfindlichkeit der IMS - Technologie findet in den entsprechenden IMS - Marketingdokumenten in der Regel keine Erwähnung.

-d- Verschmutzung & Umwelteinflüsse
Die IMS - Technologie kann nicht verwendet werden zur Analyse sehr schmutziger Probenträger. Die Instrumente tolerieren in der Regel keine große Menge an Fremdpartikeln / Verschmutzung. Hinzu kommt, dass IMS - Geräte und andere Instrumente negative Reaktionen zeigen auf Feuchtigkeit, bzw. Änderungen der Feuchtigkeit und andere Umwelteinflüsse, die die Kalibrierung beeinträchtigen.
Alle diese Einflüsse haben keinerlei Effekt auf die Wirksamkeit von EL 100.

-e- Ausbildung
Die IMS - Technologie erfordert ein gewisses Maß an Ausbildung für die Anwender. Für Personal, welches sich um Wartung und Kalibrierung kümmert, ist der Schulungsaufwand noch deutlich höher - Kosten, die für das gesamte dort eingesetzte Personal anfallen (Schichtbetrieb), sowie für jedem neuen Mitarbeiter.
EL 100 erfordert keine Wartung und Kalibrierung. Der Schulungsaufwand ist vernachlässigbar.

-f- Überlastung
Bei einer großen Sprengstoffmenge auf dem Probenträger wird die Testkammer der IMS so verschmutzt, dass ein mehrstündiger Reinigungsprozess erforderlich wird. Dieser kann je nach Verschmutzungsgrad bis zu 24 Stunden dauern. In dieser Zeit muss ein Ersatzgerät verwendet oder auf andere Verfahren zurückgegriffen werden - wenn keine Sicherheitslücke bleiben soll. Anschließend muss sichergestellt werden, dass das Gerät wieder ordnungsgemäß arbeitet und korrekte Ergebnisse liefert.
Diese Probleme treten bei EL 100 nicht auf.

-g- Zweigleisigkeit
Trotz der oben genannten Vorteile bietet Field Forensics, Inc. EL 100 nicht als Ersatz sondern als Ergänzung und weiteres Instrument im Detektions- Portfolio an. Es ist ein neues Werkzeug für Überprüfungen und Kontrollen. EL 100 eröffnet ganz neue Anwendungsgebiete, die mit der bisherigen Technologie nicht möglich waren, z.B. den umfangreichen Einsatz in der Fläche.

Es gibt Situationen, wo der Einsatz von IMS - Technologie sinnvoll und vorteilhaft ist - In diesen Fällen ist EL 100 das ideale Backup zu IMS. EL 100 ist bei Fehlfunktionen und Ausfällen der IMS immer einsatzbereit und liefert weniger falsche Positiv - Indikationen als diese.

Es gibt aber bereits Kunden, die aufgrund der geringeren Fehlalarmrate von unter 0,1% und der einfachen Handhabung Ihre vorhandenen IMS- Analysegeräte außer Dienstgestellt haben und nur noch E.L.I.T.E. EL 100 - Schnelltests einsetzen.


 

[3] Wie verhält sich EL 100 in der Praxis im direkten Vergleich zu anderen Schnelltests?
-a- Vorteile von EL 100
E.L.I.T.E.™ EL 100 erkennt mehr Sprengstoffarten als jeder andere Schnelltest, hat eine erheblich höhere Empfindlichkeit bei allen Sprengstoffen, verfügt über eine deutlich höhere Lagerzeit und ist einfacher in der Handhabung.

-b-Kostenvergleich
Im direkten Vergleich, mögen die Kosten pro Test bei anderen Schnelltests niedriger sein. Berücksichtigt man jedoch die ungenutzten Tests aufgrund der abgelaufenen, geringeren Lagerzeit, ergeben sich im Durchschnitt für EL 100 gleiche oder sogar günstigere Kostenrelationen.

-c- Anwendungsfehler
Da EL 100 viel einfacher in der Handhabung ist, neigt dieser auch weniger zu Anwenderfehlern als andere Schnelltests. Einige Tests haben eher den Charakter eines Chemiebaukastens, der vom Nutzer den Umgang mit diversen Fläschchen und Reagenzgläsern sowie die Anwendung verschiedener Substanzen in bestimmter Reihenfolge erfordert - was in der komplexen Einsatzsituation zu einem Durcheinander und zu wenig Vertrauen erweckenden Resultaten führen kann.
Bei der Entwicklung von EL 100 stand immer der Nutzer im Vordergrund - der Polizist auf der Strasse, der Soldat im Feld oder die Sicherheitskraft im Einsatz. Der Test ist denkbar einfach zu handhaben und erfordert kaum Schulungsaufwand. Fehl-bedienungen in Stresssituationen sind weitgehend ausgeschlossen.


 

[4] Erkennt EL 100 Azeton- Peroxyd- Sprengstoffe wie TATP?
-a- Nein, aber wir arbeiten daran (siehe hierzu Test EL 200). Die chemischen Grundlagen zur Erkennung unterscheiden sich bei Azeton- Peroxyd- Sprengstoffen erheblich von denen anderer Sprengstoffe. Es handelt sich hier weniger um den Nachweis von Partikeln oder Spuren [bei anderen Sprengstoffen in der Größenordnung von 1 bis 100 Nanogramm]. TATP baut sich in der Umgebung so schnell ab, dass kaum messbare Spuren an Griffen oder ähnlichem zurückbleiben. Somit gilt es eher, bei aufgefundenen, unbekannten Substanzen TATP zu erkennen bzw. sicher aus-zuschließen.


 

[5] Was ist das Lawrence Livermore National Lab?
-a- Das Lawrence Livermore National Lab (LLNL) ist eine der führenden Forschungseinrichtungen für angewandte Wissenschaften in den Vereinigten Staaten und Teil der US National Nuclear Security Administration (NNSA) im Ministerium für Energie (DOE - Department of Energy).
Seit seiner Gründung im Jahr 1952 wurde das LLNL im Auftrag der US - Regierung von der University of California betrieben. Die besonderen Fähigkeiten des LLNL führten zur Ausweitung seiner Verantwortung, insbesondere um drängende Probleme der nationalen Sicherheit zu lösen. Dies beinhaltet die Proliferation von Massenvernichtungswaffen und die Stärkung der Homeland Security gegen Terrorismus.
Die E.L.I.T.E. - Technologie wurde vom LLNL entwickelt. Field Forensics, Inc. brachte das Produkt zur Serienreife.


 

[6] Wo wurde EL 100 getestet?
-a- Der EL 100 - Schnelltest wurde getestet vom Canada Bomb Data Centre und dem Labor für Forensik des Lawrence Livermore National Lab. Außerdem wurde der EL 100 - Schnelltest vom Ontario Centre for Forensic Sciences erprobt.


 

[7] Kann die Reagenz B (Stufe 2) auch ohne Reagenz A (Stufe (1) verwendet werden?
-a- Ja, dies wird von Field Forensics, Inc. aber nicht empfohlen. Reagenz A ändert den pH - Wert der Probe. Einige Sprengstoffe benötigen diesen Wechsel des pH - Wertes, um mit Reagenz B richtig zu reagieren.


 

[8] Kann die Reagenz A (Stufe 1) auch ohne Reagenz B (Stufe (2) verwendet werden?
-a- Ja, Reagenz A reagiert mit TNT und TNT - verwandten Sprengstoffen, was eine Reihe militärischer und ziviler Sprengstoffe beinhaltet. Reagenz B wird für diese Sprengstoffe nicht benötigt. Zum Beispiel beinhalten fast alle USBV/IED im Irak TNT. Diese werden von Reagenz A erkannt, die meisten auch ohne die Heizperiode.
Die Einhaltung der Reihenfolge der drei Schritte ist wichtig zur Erkennung des größtmöglichen Umfangs an Sprengstoffarten. Wenn jedoch ein Sprengstoff angezeigt wird, ist es nicht mehr erforderlich die folgenden Schritte des Schnelltests noch durchzuführen.


 

[9] Beinhaltet die Liste im Datenblatt alle von EL 100 erkennbaren Sprengstoffe?
-a- Nein. Viele militärische und zivile Sprengstoffe enthalten Mischungen der auf der Liste genannten Sorten, zum Beispiel: C4, C3, Composition B, Det Chord, Semtex, Torpex, Dynamex, Dynamite, Deta Sheet. Diese und viele andere mit den unterschiedlichsten Handelsnamen werden durch EL 100 erkannt.


 

[10] Was ist der Einsatz - Temperaturbereich?
-a- Der Arbeitsbereich von EL 100 liegt in der Spanne von -5°C bis 75°C. Jedoch kann eine der angebotenen Heizungen (optional) verwendet werden, um EL 100 aufzuwärmen und somit den unteren Temperaturbereich auszuweiten.


 

[11] Was passiert, wenn EL 100 einfriert?
-a- Falls EL 100 einmal einfriert, kann es mittels der optionalen Heizungen oder mit anderen Mitteln wieder aufgetaut werden, um es anschließend einzusetzen. Der Einfrier- und Auftau- Prozess hat keinen Einfluss auf die Wirksamkeit der Reagenzien. Die Ampullen bieten genug Raum für Volumenänderungen, so dass es nicht zum Bruch kommt.


 

[12] Kann EL 100 bei Regen verwendet werden?
-a- Ja. Der Schnelltest wurde zum Beispiel auch schon bei nassen Fahrzeugen oder in Wasserturbinen erfolgreich verwendet. Jedoch wird eine nasse Probenfläche das Einlaufen der Reagenzien verzögern. Daher empfiehlt Field Forensics, Inc. die Trocknung der Probenfläche (mit der zu testenden Substanz) vor dem Einschub in die Testkarte und dem Zerbrechen der ersten Ampulle.



 

[13] Kann EL 100 als Beweismittel vor Gericht verwendet oder die Verfärbung für die spätere Dokumentation gesichert werden?
-a- EL 100 ist ein Test zur sofortigen Bestätigung einer ersten Vermutung - vergleichbar dem Atemalkoholtest bei einer Verkehrskontrolle - für Sprengstoffe, Schmauchspuren etc. Die Farbe einer positiven Indikation verblasst mit der Zeit wieder und eignet sich nicht zur Beweissicherung für ein Gerichtsverfahren. Auch kann Reagenz B mit der Zeit oxidieren und sich damit pink verfärben.
Es wird daher empfohlen, für Beweissicherungszwecke ein Digitalfoto des Schnelltests mit der aktuellen Verfärbung inklusive Angaben zu Ort, Datum und Zeit anzufertigen.



 

[14] Ist Field Forensics, Inc. ISO - zertifiziert?
-a- Ja, unsere Produktion ist ISO - zertifiziert. Ein Nachweis kann auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden.


 

[15] Welche Informationen sind im Barcode des Etiketts enthalten?
-a- Jeder Barcode ist einzigartig und identifiziert jeden Schnelltest EL 100 individuell nach Seriennummer und Herstellungslos.


 

[16] Gibt es Vorteile bei der Verwendung der batteriebetriebenen Heizung EL 100-BHP gegenüber der Heizplatte EL 100-BLH?
-a- Nein, es ist eher eine Frage des persönlichen Geschmacks oder aber des Anwendungsfalls. In manchen Situationen ist die Verwendung einer offenen Flamme möglicherweise nicht ratsam. Andererseits kann EL 100-BLH als Backup zu der batteriebetriebenen Version bereitgehalten werden.


 

[17] Kann der Schnelltest EL 100 in Stufe 2 auch mit anderen Mitteln aufgeheizt werden?
-a- Ja. Die Field Forensics, Inc. - Heizungen bringen die Reaktionsfläche auf ca. 70°C. Andere Heizgeräte, zum Beispiel Herdplatten, Kaffeetassenwärmer o.ä. können die selbe Funktion erfüllen. Jedoch muss der Nutzer darauf achten, dass die Probe nicht überhitzt wird und das Polyethylen des Testbriefes Schaden nimmt.



 

[18] Wie lange sollte EL 100 in Stufe 2 aufgeheizt werden?
-a- Batteriebetriebene Heizung [EL 100 - BPH]
EL 100 - BPH hat eine selbst regulierende Temperatursteuerung. Auf der Vorderseite befinden sich zwei LED - Leuchten: „Power“ und „Heizung“. Die eine zeigt an, dass das Gerät eingeschaltet ist, die andere, dass es gerade aufheizt. Wenn die „Heizung“ - Leuchte anfängt zu blinken, ist die Zieltemperatur erreicht. Nun benötigt der Schnelltest EL 100 ca. 20 Sekunden. In dieser Zeit trocknet Reagenz A und an der Reaktionsfront zeigen sich bräunlich-gelbe Verfärbungen. Die Reaktionsfront bezeichnet die Grenze, bis zu der sich Reagenz A über das Testfeld ergossen hat. An dieser Front kumulieren üblicherweise die Sprengstoffpartikel und führen zu einer stärkeren Färbung als auf der übrigen Testfläche. Die Heizstufe hat folgenden Zweck:

Einige Sprengstoffe benötigen die höhere Temperatur, um mit Reagenz A zu reagieren.

Die Hitze trocknet die feuchte Reaktionsfläche, so dass sich die flüssige Reagenz B schneller über das Testfeld ergießen kann.

-b- Heizplatte für Feuerzeuge [EL 100 - BLH]
EL 100 - BLH ist nicht temperaturreguliert - außer durch den Nutzer, der das Feuerzeug an- und ausschaltet. Der Körper der Heizplatte besteht aus Aluminium, welches einerseits die Wärme schnell weiterleitet, andererseits aber auch dick genug ist, um die Hitze für eine gewisse Zeit zu halten.
Bei der Erwärmung des Schnelltests (Stufe 2) muss der Anwender den Prozess ständig beobachten. In dieser Zeit trocknet Reagenz A und an der Reaktionsfront zeigen sich bräunlich-gelbe Verfärbungen. Die Reaktionsfront bezeichnet die Grenze, bis zu der sich Reagenz A über das Testfeld ergossen hat. An dieser Front kumulieren üblicherweise die Sprengstoffpartikel und führen zu einer stärkeren Färbung als auf der übrigen Testfläche. Wenn die Reaktionsfläche getrocknet ist und sich erste bräunlich-gelbe Verfärbungen zeigen, muss der Test wieder entnommen werden. Durch die Wärmespeicherung in der Heizplatte könnte es ansonsten zu einer Überhitzung des Tests kommen.


 

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