|
|
Waterwall - Schutztechnologie
Die Physik des Wassers
Aufgrund seiner relativ hohen Masse und der chemischen Eigenschaften wurde Wasser schon oft verwendet, um die Auswirkungen von Explosionen einzudämmen. Ein Teil der Detonationsenergie wird bei der Umwandlung in eine Aerosolwolke aufgenommen. Bei ausreichender Menge ist Wasser zudem in der Lage, Schäden durch primäre und sekundäre Splitter dramatisch zu reduzieren. Die Hauptwirkungsrichtung der Druckwelle kann in eine bevorzugte Richtung gelenkt werden. Darüber hinaus kommt es zu einer chemischen Interaktion zwischen dem Wasser und der eigentlichen Explosionsreaktion, bei der die Hitzewirkung und die Gesamtwirkung der Detonation reduziert werden. Durch die Summe seiner Eigenschaften ist Wasser - sinnvoll eingesetzt - in der Lage, die Auswirkungen von Explosionen zu reduzieren - insbesondere, wenn nur eine Bekämpfung vor Ort in Frage kommt. Dadurch kann der Gefahrenbereich entsprechend reduziert werden. Hierbei bedeutet mehr Wasser automatisch mehr Schutz, so dass eine massive Wasserwand einen deutlich höheren Gesamteffekt hat als Lösungen mit einem begrenzten Wasseranteil, wie zum Beispiel Schaum.
Die Anwendung neuester Wasser - Schutztechnologie
Der Behälter wird im zusammengefalteten Zustand zum Einsatzort gebracht und in sicherer Entfernung zum gefährlichen Objekt mit Luft gefüllt, um ihm seine Form zu geben. Nachdem ein Wasserschlauch angebracht wurde, kann der Behälter in Position gebracht werden. Die Verweildauer im Gefahrenbereich ist minimal, weil dort keine weiteren Maßnahmen erforderlich sind. Das geringe Gewicht des luftbefüllten Behälters und zusätzliche Transportschlaufen erlauben zudem den Einsatz von Manipulatorfahrzeugen zur Positionierung. Aus der sicheren Entfernung wird nun der Behälter mit Wasser aus einem Hydranten oder Feuerwehrfahrzeug befüllt.
Das Wasser verdrängt die Luft automatisch durch entsprechende Ventile. Je nach Größe des Behälters dauert dieser Vorgang nur wenige Minuten. Anstelle von Wasser können auch spezielle Bindemittel zur Neutralisation von biologisch- / chemischen Kampfstoffen verwendet werden. Darüber hinaus ist bei Bedarf auch die zusätzliche Befüllung des Innenraumes mit speziellen Schäumen möglich. Nun ist der einsatzfähige Schutzbehälter positioniert und kann im Falle einer ungewollten Umsetzung die Wirkung reduzieren sowie die Wirkungsrichtung beeinflussen.
Je nach Behältertyp besteht jetzt die Möglichkeit, durch einen Zugang zum Objekt oder ausreichenden Raum um das Objekt herum Gegenmaßnahmen einzuleiten, z.B. durch einen gezielten Beschuss mit dem Wassergewehr.
Sollte es nicht zur Detonation gekommen sein, kann der Behälter wieder geleert, verpackt und später erneut verwendet werden.
Folgende Einsatzszenarien sind möglich:
> USBV (IED) in gefährdeten Bereichen (z. B. Flughafen)
> USBV mit "schmutziger" Zusatzladung (ABC)
> Fahrzeugbomben
> Reduzierung des Gefahrenbereiches bei konventioneller
Kampfmittelbeseitigung / Blindgängern
> Temporäre Aufbewahrung und Transport gefährlicher Objekte
> Vermeidung von Detonationsübertragungen bei offener
Feldlagerung oder improvisierter Munitionsbereitstellung
(z.B. einsatzklare LFZ bei Out-of-area-Einsätzen)
> Mobile (Fahrzeug-) Kontrollpunkte
Intensive Erprobung
Die Technologie der Wasser - Schutzbehälter wurde von unabhängigen Stellen intensiv erprobt. Dabei konnte nachgewiesen werden, dass:
> die Wirkung einer Druckwelle um bis zu 90% reduziert
werden kann,
> bei ausreichender Wandstärke nahezu alle Splitter
aufgefangen werden und
> eine Detonationsübertragung wirksam verhindert werden kann.
Die Versuche wurden umfangreich dokumentiert. Entsprechende Unterlagen können interessierten Dienststellen auf Nachfrage zur Verfügung gestellt werden.
Inzwischen werden entsprechende Schutzmodule weltweit erfolgreich von EOD/USBV - Anwendern eingesetzt - unter anderem von den englischen Streitkräften.
Weitere Informationen zur Technologie, Anwendung, Versuchen und verfügbaren Größen bzw. Formen sind bei compositionX erhältlich.
... zurück zu den Schutzmodulen!
|
|
|
 |
|